Einige der häufigsten Punkte, nach denen Welpenbesitzer fragen, sind
- Stubenreinheit: Es ist verständlich, dass Welpen noch nicht über die gut trainierte Blase eines erwachsenen Hundes verfügen und demzufolge häufiger “nach draußen” müssen, auf jeden Fall immer nach dem Fressen, dem Schlafen, dem Spielen. Geht der Welpe draußen in die Hocke, wird das erwünschte Verhalten positiv verstärkt.
Erst dann besteht die Möglichkeit, unerwünschtes Verhalten in der Wohnung zu maßregeln. Dabei sollte der Mensch nicht als strafende Person in Erscheinung treten, um das sich entwickelnde Vertrauen zwischen Bezugsperson und Welpe nicht zu gefährden.
- Beißhemmung: ..ist nicht angeboren, sie muss erlernt werden. Dieser Lernprozess wird eingeleitet durch das Spiel der Geschwister-welpen untereinander. Der eine beißt zu fest zu, der andere schreit auf, beißt zurück und beendet das Spiel. Solche Sequenzen laufen in Sekunden ab. Leider sind wir Menschen in aller Regel nicht schnell genug, um zurück zu beißen, aber wir können das Spiel beenden und dem kleinen Rabauken auf diese Weise signalisieren, dass der Kontakt seiner Zähne mit Menschenhaut unerwünscht ist.
- Trennungsangst: Der Welpe, der von Mama und Geschwistern getrennt wurde, folgt seinem Menschen zunächst auf Schritt und Tritt, denn es ist ihm angeboren, wie wichtig, ja überlebenswichtig der Kontakt zu “seinem Rudel” ist. Trotzdem muss er lernen, allein bleiben zu können, ohne in Trennungsangst - evtl. sogar mit Zerstörungswut - zu verfallen, sondern im Vertrauen darauf, dass sein Mensch ganz sicher wieder kommt. Wenn dem Welpen durch Lernen am Erfolg in kleinen Schritten das gewünschte Verhalten beigebracht wird, erübrigt sich das Schimpfen über die in Ihrer Abwesenheit durchgekauten Schuhe - und es sind immer die teuren!
- Leinenführigkeit: Eine der unangenehmsten Erfahrungen, die Hundebesitzer mit ihrem Hund machen, ist das kraftzehrende Ziehen des Hundes an der Leine. Diese Unart kommt bei Hunden jeder Größe vor, bei kleinen wird sie allerdings eher toleriert, weil diese leichter zu halten sind. In vielen Fällen ist das Ziehen an der Leine aber nur eines von vielen Symptomen für den generell schlechten Gehorsam des Hundes. Der häufigste Fehler von Hundehaltern besteht darin, den Hund mit einem Leinenruck und dem gleichzeitig ausgesprochenen Befehl BEI FUß zu maßregeln. Das führt beim Hund zu der Verknüpfung: BEI FUß = LEINENRUCK - wie unangenehm! BEI FUß wird also bestraft. Der Hund zieht weiterhin und sein ärgerlicher Besitzer ruckt immer stärker an der Leine. Ein Teufelskreis.
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